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Das kleine Dorf Aschen liegt etwa 5 km westlich von Drebber und gehört zu den ältesten Siedlungen um Diepholz. Aschen wird zwar erst in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, der Ort geht aber auf eine altsächsiche Ursiedlung zurück, die bereits im 8. Jahrhundert östlich des heutigen Ortskernes bestanden hat. Im Jahre 1933 wurde am östlichen Ortsausgang ein entsprechender Urnenfriedhof, sowie Reste von Herdstellen und Gefäßen ausgegraben. Bereits im 19. Jahrhundert sind dort zahlreiche Münzen aus dem 11. und 12. Jahrhundert gefunden worden.
Das Dorf Aschen war nie ein eigener Kirchort, sondern gehört zur Kirchengemeinde Mariendrebber. Heute ist Aschen in die Stadt Diepholz eingemeindet. Zur Gemeinde Aschen gehörten früher auch die Dörfer und Einzelhöfe des Hohen Sühn, sowie Falkenhardt mit dem Rittergut und der Hengemühle. Erwähnenswert ist außerdem das heutige Heimatmuseum in Aschen. Es zeigt landwirtschaftliche Geräte. Werkstätten und Haushaltsgeräte. Da das Museum nur an wenigen Tagen im Jahr geöffnet hat, ist interessierten Besuchern eine vorherige Erkundigung der Öffnungszeiten dingend anzuraten.
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Webtipps:
Zur Website des Dorfes Aschen geht es hier.
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Heimatmuseum Aschen
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Hinter der Windmühle in Aschen erstreckt sich in einer scheinbar endlosen Weite das Drebbermoor
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>>Aschen, Dorf, 5 km nördlich von Diepholz, Landgem. Aschen mit einem Flächeninhalt von 3202 ha, wozu Apwisch, Bockhop, Falkenhardt, Hengelmühle, Holle, Mehrholz, Ossenbeck, Osterheide, Paradiek, Schobrink, Sille, Spanhake und Tiefenwinkel gehören, Standesamt Aschen, Pf. Mariendrebber, 1895 58 Wohnhäuser, 253 Einwohner.
[...] 1238-1255 wird Aschen schon unter den Orten genannt, aus welchen das Stift Osnabrück Einnahmen wegen des Hofes zu Drebber hatte (Nieberding III, Urk.18, S. CXVI). 1356 kommt ein Knappe Johann v. Aschen vor (Dieph. Urkb. Nr. 59). Die Edlen von Diepholz müssen hier Eigentum gehabt haben, denn am 11. August 1376 verpfändete Konrad von Diepholz ein hiesiges Haus an Johann v. Aschen. Auch den hiesigen Zehnten besaßen die Edlen von Diepholz und hatten denselben von Johann v. Dörrieloh erworben, welcher damit von den Grafen von Tecklenburg belehnt gewesen war, an dessen Stelle nun die Erben von Diepholz als Lehnsträger traten. Diese Belehnung wurde 1545 erneuert (Dieph. Urkb. Nr. 236). [...]
[H. Gade, Die Grafschaft Diepholz, historisch-geographisch-statistische Beschreibung, 1901]
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Altes Gehöft in Aschen (Foto von 2010)
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>>[...] Die Landwirtschaft hat alle [...] Dörfer lange geprägt, aber in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren ist ihr Anteil an der Beschäftigtenzahl deutlich unter die Hälfte gesunken. Sicher nicht zufällig haben gerade in Aschen, das sich als letztes diesem Trend beugen mußte, beherzte Männer und Frauen ein Heimatmuseum aufgebaut und mit bemerkenswerter Leidenschaft ständig weiterentwickelt. Überhaupt ist die historische dörfliche Struktur in Aschen am besten erhalten.[...]<<
[Zit. aus: Gerke, Wo einst das Moor die Grenze war, 1999]
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DIE BAUERN
Vorm Fenster tönendes Grün und Rot. Im schwarzverräucherten, niederen Saal Sitzen die Knechte und Mägde beim Mahl; Und sie schenken den Wein und sie brechen das Brot.
Im tiefen Schweigen der Mittagszeit Fällt bisweilen ein karges Wort. Die Äcker flimmern in einem fort Und der Himmel bleiern und weit.
Fratzenhaft flackert im Herd die Glut Und ein Schwarm von Fliegen summt. Die Mägde lauschen blöd und verstummt Und ihre Schläfen hämmert das Blut.
Und manchmal treffen sich Blicke voll Gier, Wenn tierischer Dunst die Stube durchweht. Eintönig spricht ein Knecht das Gebet Und ein Hahn kräht unter der Tür.
Und wieder ins Feld. Ein Grauen packt Sie oft im tosenden Ährengebraus Und klirrend schwingen ein und aus Die Sensen geisterhaft im Takt.
[Georg Trakl]
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Das Wasserrad der Hengemühle im Jahre 2010
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Die Hengemühle
Innerhalb der Landgemeinde Aschen am Nordrand von Falkenhardt befindet sich an der Hunte der Standort der “Hengemühle”, einer ehemaligen Wassermühle. Sie gehörte weder zum Rittergut Falkenhardt, noch stand sie mit diesem in irgend einem Zusammenhang, sondern sie bildete einen herrschaftlichen, später selbstständigen Hof “Hengemühle”. Die Wassermühle wurde im Jahre 1356 als herrschaftliche Mühle des Grafen von Diepholz erbaut. Im 16. Jahrhundert kam zur Getreidemühle eine Ölmühle hinzu. Von 1821 bis 1831 gehörten die Mühlen dem königlichen Amt Diepholz. Das Amt Diepholz verkaufte die Mühlen samt Ländereien 1831 an die Familie Stute, die 1866 eine Sägemühle hinzubaute. Durch Erbschaft gelangte die Hengemühle nach 1935 an die Familie Loheide. Die Getreidemühle wurde 1944, die Öl- und Sägemühle 1958 bzw. 1959 abgerissen. Von den Mühlen sind heute außer dem alten Kolk und einem eisernen Wasserrad, das man als Denkmal am Standort stehen gelassen hat, alle Reste verschwunden. Der Hof “Hengemühle” besteht aber noch heute.
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>>Hengemühle, Hof und Mühle, an der Hunte, ca. 3 km nördlich von Diepholz, Landgem., Schulgem. und Standesamt Aschen, Pf. Mariendrebber, 1895 4 Wohnhäuser, 27 Einwohner. Ob der Name, wie die neueste Schreibweise annehmen lassen könnte, sich auf einer besonderen Konstruktion der Mühle gründet, oder von einem Personennamen, etwa Henke, herzuleiten ist, ist nicht mehr bekannt. Die Mühle muß schon lange bestehen, denn bereits 1380 wird “der alte Hengemüller” schon in Urkunden genannt. [...] 1824 fand sich hier nur 1 Wohnhaus, 1848 3 Wohnhäuser mit 26 Einwohnern.<<
[H.Gade, Die Grafschaft Diepholz, historisch-geographisch-statistische Beschreibung, 1901]
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Speicher der Hengemühle bei Falkenhardt im Jahre 2008.
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© Otwin Skrotzki.
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