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>>Burlage, kleiner Kirchort an der Ostseite des Dümmersees, ehemaliges Kloster, Landgem. und Standesamt Hüde, Schulgem. und Pf. Burlage, 1895 6 Wohnhäuser, 30 Einwohner, eingepfarrt sind hier: Hüde, Evershorst, Sandbrink, Haslingen, Lembruch, Eickhöpen, Marl, Hagewede und einzelne Höfe [...]
Die ganze südliche Gegend der Grafschaft hat in kirchlicher Beziehung zum Kirchspiel Dielingen gehört; auch das Kloster Burlage hat nach Mindener Urkunden noch in der “Pfarrei” Dielingen gelegen, hat jedoch, wenn auch nicht sofort bei der Stiftung, einen eigenen Pfarrsprengel gebildet, zu welchem namentlich auch die Ortschaften der comitia Wischfrisonum , welche Herzog Otto von Braunschweig 1318 zu Lehn gab, gehört haben, nämlich Lembruch, Hüde und Marl mit der Gerichtsstätte zu Sandbrink. Seit Erwerb der Gegend von Lemförde gehörte auch Lemförde zum Kirchspiel Burlage, die anderen Ortschaften aber, welche zur Grafschaft Steinwede gehört hatten, wie Brockum, Stemshorn und Quernheim, gehörten noch längere Zeit zum Kirchspiel Dielingen, dann aber auch zur Klosterpfarre Burlage. Nach und nach war aber Lemförde durch Anbau und Zuzug gewachsen, weshalb dieser Ort eine eigene Kirche erhielt...<<
[H.Gade “ Die Grafschaft Diepholz, historisch-geografisch-statistische Beschreibung” 1901]
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