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>>[...] Außer der Erinnerung ist von der alten Ehrenburg so gut wie nichts geblieben. Ortskundige können noch die Stelle zeigen, wo sie einst stand. Sie liegt einige hundert Meter östlich der heutigen Domäne. Hier kennzeichnet ein kleiner Hügel neben einem Wassergraben den ehemaligen Standort. Die steinernen Überbleibsel sind um 1740 in dem ehemaligen Amtshaus verbaut worden und mögen sich auch im Turm der wenig später errichteten Kirche in Schmalförden wiederfinden. Von der einstigen Schönheit der Anlage läßt noch der Merianstich ahnen.[...]
[...] Als der Dreißigjährige Krieg das Land überzog, war die Blütezeit von Ehrenburg bereits vorbei. Eine größere Rolle hat die Feste nur in der Hildesheimer Stiftsfehde gespielt, also rund einhundert Jahre früher. Anscheinend ist sie dann im Laufe des 16. Jahrhunderts langsam aber sicher dem Verfall preisgegeben worden. Wahrscheinlich haben sich hierbei die zahlreichen Verpfändungen an verschiedene Adelsherren nachteilig ausgewirkt. Vom wechselvollen Schicksal der Ehrenburg und ihrer Bewohner im Verlaufe des Krieges künden zahlreiche Schreiben des damaligen Drosten Kurt von Münchhausen. Sie sind lesenswert, da sie ein vorzügliches Bild von der Rolle des Platzes im Gebiet zwischen der schwedischen Besatzung von Nienburg und den Kaiserlichen in der Festung Vechta vermitteln können.[...]<<
[Zit. aus: Zwischen Dümmer und Eschbach - Heimatkundliche Beiträge aus dem Altkreis Grafschaft Diepholz 1990]
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