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Der Ortsname “Lembruch” entstand aus “Lewenbrock” und bezieht sich auf Löwen, was vermutlich die Macht der Edelherren von Diepholz symbolisieren sollte. Trotz des Burgstandortes bekam Lembruch nie Fleckensrechte, war auch nie ein eigener Kirchort, sondern gehört bis heute zur Kirchengemeinde Burlage.
Anfang der 1950er Jahre begann nach dem Abschluß der Deichbauarbeiten (1952) der große Tourismus-Boom. Bereits 1948 befanden sich an der Grawiedemündung das markante, reetgedeckte “Türmchen mit der Uhr” und ein großer Bootssteg. 1957 folgte der Bau des großen Giebeldachhauses “Hotel Strandlust” in einem auf die Region bezogenen “Heimatschutzstil”, der trotz vieler Umbauten noch heute zumindest erkennbar ist. Der alte Bootshafen erhielt 1966 einen Kran und wurde 1974 mit einer Spundwand ausgestattet. Mittlerweile ist aber der Bootshafen “Seeblick” (gegenüber der “Segelschule Schlick”) deutlich größer. Heute hat Lembruch rund 1100 Einwohner und ist Teil der Samtgemeinde “Altes Amt Lemförde”. Wirtschaftlich hat wegen des Dümmers der Fremdenverkehr die größte Bedeutung, aber auch eine Bootswerft und eine Fisch-Großräucherei sind zu nennen. Obwohl Lembruch ein Fremdenverkehrsort ist, blieb nur relativ wenig von dem historischen Ortsbild erhalten. Einige Fachwerk-Bauernhäuser mit Reetdach wurden zwar nachgebaut, wirken aber in dem für den Tourismus modern hergerichteten Ort zumeist etwas künstlich und eher wie eine “Fachwerkkulisse”. Sicher ist das eine subjektive Wertung; der Besucher möge sich seine eigene Meinung bilden.
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