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>>Lemförde, Flecken, an der Osnabrück-Bremer Chaussee und an der gleichen Bahnstrecke, 4 km südlich vom Dümmersee [...], Fleckensgemeinde Lemförde, Schulgemeinde, Pf. und Standesamt Lemförde; 1895 130 Wohnhäuser, 841 Einwohner, Bahnstation, Postamt, altes Schloß, später die Räumlichkeiten für das hiesige Amt und Amtsgericht bietend, jetzt im Privatbesitz eines Herrn von dem Busche. [...] Lemförde gehört nicht zu den ältesten Ortschaften der Grafschaft Diepholz, und die Gegend hier bildete in frühern Zeiten einen Teil der Herrschaft Steinwede. Als dieser Teil nebst andern Gütern von den Edlen Herren von Diepholz erworben war, jedoch darüber noch immer Streitigkeiten mit dem Stift Minden herrschten, waren die Edlen von Diepholz darauf bedacht, sich durch Anlegung einer Burg als Grenzfeste den Besitz zu sichern, und dies geschah zu Anfang des 14. Jahrhunderts.<<
[H.Gade, Die Grafschaft Diepholz, historisch-geographisch-statistische Beschreibung, 1901]
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