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Eine der letzten Moorbahnen im nördlichen Wietingsmoor (April 2007)

Wegen der allmählichen Einstellung des Torfabbaues und der anschließenden Renaturierung der Hochmoore werden die sogenannten Moorbahnen immer seltener. Die Bilder auf dieser Seite zeigen letzte, im Jahre 2007 im Kreis Diepholz noch auffindbare Spuren. Schon bald werden die Moorbahnen in Niedersachsen endgültig der Vergangenheit angehören. Moorbahnen haben nichts mit dem öffentlichen Eisenbahnnetz zu tun, sondern sind - vergleichbar mit den Grubenbahnen des Bergbaus - schmalspurige, nicht öffentliche Feld- oder Lorenbahnen der Torfwerke zum Transport des Torfes vom Torfstich zum Torfwerk, sowie zum Transport der Arbeiter. Eigentlich sind die Moorbahnen ein Symbol der Zerstörung von Hochmooren, aber dennoch kann von ihnen für den Betrachter eine gewisse Romantik und ein Hauch von “Abenteuer” ausgehen

In der Stadt Diepholz wurden Moorbahn-Lokomotiven in zwei Lokomotivfabriken hergestellt, der DIEMA und der SCHÖMA. Von den beiden Fabriken existiert die SCHÖMA noch heute. Fast alle Lokomotiven, die man in der Region bei den Moorbahnen fand, stammten aus einer der beiden Fabriken.

 

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Lokomotive der Moorbahn im nördlichen Wietingsmoor (2007)

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Ein langer Zug im nördl. Wietingsmoor

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Vom ehemaligen Torfwerk Freistatt führt eine alte Moorbahnstrecke 6 km weit parallel der Straße über Deckertau bis Heimstatt mitten durch das Wietingsmoor.

Im Wietingsmoor bei Freistatt ist die Moorbahn jedoch alles andere als mit romantischen Erinnerungen verbunden, denn hier fand bis weit in die 1970er Jahre Zwangsarbeit mit zwangseingewiesenen Fürsorgezöglingen statt. Näheres dazu auf dieser Website unter Wietingsmoor. Dem Personentransport dienten damals im Wietingsmoor oftmals mit Muskelkraft betriebene Handhebeldraisinen, auch “Pumploren” genannt (siehe Bild unten links). Bevor Diesellokomotiven zum Einsatz kamen, wurden die Torfloren von Ochsen bzw. Ponys gezogen. Noch Anfang der 1960er Jahren erfolgte die Versorgung der Zwangsarbeiter im Bereich Deckertau von Freistatt aus mit einer von einem Pony gezogenen Lore, was die Aufgabe eines “Botenjungen” war. Die der Moorbahn parallel laufende schmale Straße wurde erst 1969 gepflastert, ebenfalls von Fürsorgezöglingen in harter Zwangsarbeit unter schlimmen Bedingungen. 

 

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SCHÖMA-Feldbahn-Diesellokokomotiven am Uchter Torf- und Kompostierungswerk. Das Große Moor zwischen Ströhen und Uchte gehört zu den wenigen letzten Bereichen der Region, in denen noch ein großangelegter, quasi-industrieller Torfabbau stattfindet (Foto vom Mai 2008)

© Otwin Skrotzki.