Niedermoore
 

Niedermoor am Dümmer bei Hüde

In den Uferregionen des Dümmer sind aus seinen verlandeten Teilen große Niedermoore entstanden. Der weitaus größte Teil davon wurde jedoch im Rahmen der Melioration der Niederung und der Eindeichung des Sees trockengelegt und in Wiesen- und Weideland umgewandelt. Einige intakte Niedermoore direkt am See existieren aber noch heute. Dazu gehören große Bereiche innerhalb der eingedeichten Zone und die “Hohe Sieben”.

Niedermoore unterscheiden sich von Hochmooren dadurch, daß sie Verbindung zum Grundwasser haben, bzw. von Fließgewässern durchspült sind. Niedermoore bilden sich durch Verlandung von Seen, sowie in den Überflutungsgebieten der Flußauen. Die Vegetation der Niedermoore besteht aus moosfreien, torfbildenden Großröhrichten und Großsseggenrieden, Schilf, Sauergräser, Rohrkolben, Erlen und Weiden. Oft wachsen auf ihnen Erlenbruchwälder.

Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) ist der dominierende Baum der Niedermoorgebiete. Sie ist in der Lage, durch Symbiose mit einer bestimmten Bakterienart den Luftstickstoff zu binden und zu verwerten. Einen sehr sehenswerten großen Erlenbruchwald findet man im Ochsenmoor am Südufer des Dümmer. 

Der Erlenbruchwald im Ochsenmoor, eine dschungelartige, undurchdringliche Wildnis

Ochsenmoor

Niedermoor unmittelbar am Ufer des Dümmer

© Otwin Skrotzki.