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Eine Besonderheit in Diepholz sind die großen romantischen Parkanlagen mit ihrem alten Baumbestand. Es gibt wohl nur wenige Kleinstädte, die über solche eigentlich großstädtischen Parks verfügen. Der Amtsgarten (Bild oben) war früher der Garten eines der Burgmannhöfe, die um das Schloß lagen. Hof und Garten wurden Anfang des 19. Jahrhunderts Wohnsitz der Verwaltungsbeamten des Amtes Diepholz (Amtmann, Amtsschreiber, Amtsassesoren, später königlich preußische Beamte). Heute ist der Amtsgarten einer der schönsten öffentlichen Parks von Diepholz. Er liegt direkt am Burggraben. Daran schließt der Schloßpark an, zu dem auch die Schloßinsel gehört, “Insel” deshalb, weil der Bereich mit dem Schloß von einem Burggraben vollständig umschlossen ist. Der größte Park jedoch ist der Müntepark. Er liegt gegenüber dem Schloß hinter dem ehemaligen Herrenhaus des Burgmannshofes “Münte”. In dem großen Landschaftsgarten befinden sich auch das Freibad der “Stadtwerke Huntetal GmbH” und ein Tennisplatz.
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>>[...] Im Westen - jenseits der Langen Straße - breitet sich der großzügig angelegte Müntepark aus. Seine günstige Lage an der Lohne, das alte Fachwerkhaus der Münte, sein Rosengarten , Blumenbeete, Baum- und Gebüschgruppen, Spazierwege und Bänke machen ihn zu einer schmucken und beliebten Erholungsstätte für jung und alt. Der Müntepark wird eingeschlossen vom städtischen Freibad, den Tennisplätzen, einem Kinderspielplatz und einer Minigolfanlage. Es gibt nur wenige Städte, die mitten in der Stadt solch einen prächtigen Park aufweisen. [...]<<
[Emil Johannes Guttzeit in “Deine Garnison Diepholz”, Informationsbroschüre, 1967]
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Das “Niedersachsenhaus” mit Parkgarten, der Dienstsitz des Landrates des Landkreises Diepholz
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Ein kleiner Landschafts-Parkgarten englischen Stils befindet sich um das das sogenannte “Niedersachsenhaus” an der Hindenburgstraße. Es wurde 1906 von einem reichen Kaufmann im Jugendstil mit Elementen des englischen Landhausstils erbaut. 1924 erwarb es das Landratsamt Diepholz, das es zu einer schloßähnlichen Residenz des Landrates machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg residierte hier der Oberkreisdirektor. Später waren im Niedersachsenhaus über Jahrzehnte nur Diensträume des Landkreises untergebracht. Heute ist die Villa wieder repräsentativer Dienstsitz des Landrates.
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Eine weitere interessante Parkanlage ist der “Heldenhain”, in dem man die traditionellen “Kriegerdenkmäler” zusammengefaßt hat. Der Rasen ist mit einem Gittermuster aus roten Ziegeln ausgelegt und mit Bäumen so bepflanzt, daß ihre Kronen eine Art Dach über das ganze Feld bilden. Auf dem Feld sind drei Denkmäler für die Gefallenen der letzten drei Kriege (1870/71, 1914-18 und 1939-45) verteilt. An diesen drei Denkmälern sind auch die verschiedenen Stilepochen solcher Skulpturen ablesbar. Leider wirkt die Anlage seit den letzten Jahren vernachlässigt: Die rote Ziegelpflasterung wurde nicht mehr gereinigt; hinter dem Denkmal ist die sichtbegrenzende Bepflanzung völlig unzureichend, so daß den Hintergrund des Parkes der Garten des Nachbargrundstückes mit Gartenhäuschen und Modellwindmühle bildet und den Gesamteindruck des Parkes und seine Würde stark beeinträchtigen. Hier könnte eine dichte Neupflanzung von zum Stil des Parkes passenden Sträuchern, etwa Eiben, Abhilfe schaffen. Auf alten Fotos aus den 1950er und 60er Jahren wirkt die Anlage weitaus harmonischer und gepflegter. Das Foto vom Juni 2008 zeigt die kunsthistorisch sehr interessante Skulptur aus dem Jahre 1922 eines Kriegers mit einem Adler für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Das Denkmal wurde im Frühjahr 2008 restauriert und Wandalismusschäden weitgehend repariert.
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Müntepark
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DIE PARKE
Unaufhaltsam heben sich die Parke aus dem sanft zerfallenden Vergehn; überhäuft mit Himmeln, überstarke Überlieferte, die überstehn,
um sich auf klaren Rasenplänen auszubreiten und zurückzuziehn, immer mit demselben souveränen Aufwand, wie beschützt durch ihn,
und den unerschöpflichen Erlös königlicher Größe noch vermehrend, aus sich steigend, in sich wiederkehrend: huldvoll, prunkend, purpurn und pompös.
[Rainer Maria Rilke]
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© Otwin Skrotzki
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