Rodemühlen
 
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Die Wassermühle zu Rodemühlen

Am Osthang des Kellenberges liegt das kleine, zu Hemsloh (Samtgemeinde Rehden) gehörende Dörfchen Rodemühlen. Der Kellenberg gehört neben den Dammer Bergen, den Felstehauser Höhen und dem Hohen Sühn zu den charakteristischen eiszeitlichen sandigen Moränen der Diepholzer Moorniederung und ist überwiegend mit Kiefern bewaldet. Vermutlich aufgrund einer wasserführenden Schicht innerhalb des Sandes tritt bei Rodemühlen ein winziger Bach zutage, der früher die Wassermühle in Rodemühlen antrieb, und sich nach etwa einem Kilometer in den Wiesen eines urbar gemachten Moores (Danhorns Moor) verliert. Das Quellbecken des Baches befindet sich unmittelbar oberhalb der Mühle und ist an seiner Feuchtgebiets-Vegetation gut erkennbar. Die Wassermühle wurde erstmals 1518 urkundlich erwähnt. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahre 1912.

 

Webtipps:

Zur offiziellen Website der Samtgemeinde Rehden geht es hier.

Weitere Wassermühlen der Region finden Sie in meinem Foto-Blog hier.

 

>>Rodemühlen, Dorf, 4 km südöstlich vom Pfarrdorfe Rehden, Landgemeinde Rehden, Schulgem. Hemsloh, Pf. und Standesamt Rehden, 1885 20 Wohnhäuser, 116 Einwohner. Der Name wird nach der älteren Schreibweise von dem Personennamen Rode herzuleiten sein. Die hiesige Mühle wird den Ursprung des Dorfes gebildet haben und scheint dieselbe von früh bestanden zu haben, denn bereits 1518 hat Johann v. Rewilde dem Edlen Herrn Friedrich von Diepholz neben andern Gütern, Einkünften und Nutzungen auch die “Rodemollen” überlassen (Dieph. Urkb.). Noch 1824 waren hier nur 8 Wohnhäuser, 1848 bereits 15 Wohnhäuser mit 98 Einwohnern. Der Ort ist also seitdem an Größe gewachsen.<<

[H.Gade, Die Grafschaft Diepholz, historisch-geographisch-statistische Beschreibung, 1901]

Die Bach-Seite der Mühle

1. Den Ahornbäumen im dunklen Wald
  Ich lauschte ihnen im Moose kalt,
  Ich hör’ sie erzählen vergangener Pracht,
  Von des Schicksals Fügung, des Unglücks Macht.

2. Durch die Kronen säuselt der Nachtwind so mild;
  Und alles rings um mich in Dunkel gehüllt,
  Ich höre es rauschen von schönerer Zeit
  Ich hör’ von vergangener Seligkeit.

8. Die lauen Lüfte umfächeln mich mild.
  Ach! Wär mir mein Sehnen, mein Schmerz mir gestillt!
  Vergangen, vergangen ist längst all die Pracht
  Es war nur ein Augenblick, der mir gelacht.

9. Ich liege im Moose so kühl und so kalt,
  Rings um mich der nächtliche, schweigende Wald.
  Die steigenden Nebel umnachten den Sinn,
  Vergangen, vergangen! Es ist alles dahin.

  [Gottfried Benn, aus: Lied VIII, 1901]
 

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© Otwin Skrotzki.